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Beiträge: 111

Beruf: Kellermeister und Weinforumsbesitzer

1

Freitag, 11. Juni 2010, 13:51

Kundengeschenke

Wenn Kunden im laden "gut" einkaufen gebe ich gerne ein Geschenk oder Naturalrabatt obendrauf. Meiner ERfahrunbg nach erfreut es die Leute mehr wenn sei eine Extraflasch Wein bekommen. Wird wirklich gut eingekauft habe ich dem Kunden auch schon angeboten sich irgend etwas aus dem Sortiment auszusuchen.
Egal oder? Bei 1000 Euro Umsatz ist die Flasche Eiswein doch eigentlich egal? Wein als Zugabe hat sich auch als sehr wirksam bei neuen Produkten erwiesen, ich kann so der STammkundschaft die neuesten Weine auf freundliche Art und Weise vermitteln.
Und ihr? Was verschenkt ihr so? Denkt ihr das ist zu großzügig oder ist es doch besser gleich den Megarabatt schon an der Einganstüre zum Weinverkaufsraum hinzupflastern?

Sebastopol

Schorletrinker

Beiträge: 20

Beruf: Winzer-Azubi

2

Freitag, 11. Juni 2010, 14:30

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft...wie man so schön sagt. Persönlich stimme ich dir voll zu. Ein Rabatt ist ja schon ganz nett und ab gewissen Summen auch nicht mehr als angemessen, aber eine Dreingabe ist noch viel schöner, da sie gleich mehrere Vorteile vereint:
-den Kunden etwas Neues abseits ihres bisherigen Kaufverhaltens aufzeigen
-wird i.d.R. mit größerer Freude belohnt als ein bloßer Rabatt
-je nach Bekanntschaft genau auf die Kundschaft zuschneidbar
-und natürlich kann man auch genau die Sachen mal austeilen die wirklich toll sind,aber wie ein Stein im Regal liegen (bitte nicht mit berechtigten Ladenhütern verwechseln, über den 5 Jahre alten Rosé freut sich sicher niemand wirklich)
-als Händler wird man fast mit Gimmicks bombardiert, mal DropStops, Korkenzieher, Warenproben, Weinführer,...irgendwann weiß man nicht mehr wohin damit und könnte diese Dinge zumindest teilweise auch als Kundengeschenk einsetzen.

Je nach Sortiment kann man auch bei geringeren Einkäufen ein kleines Dankeschön dazu packen. Etwa wenn man ohnehin Mini-Tafeln Schokolade oder verpackte Pralinen hat, getrost mal 1-2 mit in die Tüte. Selbst geringe Prozentsätze von "Nachkäufern" machen das locker wieder wett. Und ein nettes Image kriegt man obendrein (quasi wie beim Metzger das Stück Fleischwurst für die Kinder :D ).

Zur finanziellen Seite mein liebstes Stichwort: mit einkalkulieren. Je nach Geschäft unterscheidet sich natürlich sowohl Kaufverhalten (5x20€ oder 1x100€?) und auch die "Kundenbetreung". Nach Möglichkeit kann man eine Pauschale für solche Geschenke einplanen und im Zuge der Inventur/Neuauspreisung nötigenfalls korrigieren. Bei JWD stört sich auch kein Kunde daran, das die ganzen Probeflaschen auf die Preise umgelegt werden.
Natürlich sollte es in einem gewissen Rahmen bleiben, aber wie du schon sagst, bei 1.000€ fällt eine Flasche Eiswein nicht mehr wirklich ins Gewicht. Der Gewinn auf den man kurzfristig verzichtet kommt in Form der besseren Kundenbindung wieder zurück, und wahrscheinlich eher um ein vielfaches vermehrt.
Riesling!

Harald

Weintrinker

Beiträge: 62

Beruf: Selbstständiger Winzer

3

Sonntag, 13. Juni 2010, 12:20

Genau das ist es. Eine Flasche Wein! Rabatte gebe ich sehr ungern, lieber einige Flaschen drauf oder als Kundengeschenk. Eine Flasche Riesling als Dankeschön an die Postbotin, den Spediteur, den Handwerker usw. ist besser wie ein Zwanzigeuroschein und hat eine viel bessere Wirkung.
Bei Kunden, die das ganze Weinsortiment kennen, gebe ich Riesling-Weinessig oder Olivenöl als Geschenk, was dazu führt, das der Kunde gefallen am Geschenk findet und nachkauft. Also in diesem Fall ist das Geschenk als Warenprobe zu sehen.

Doc

Weintrinker

Beiträge: 48

Beruf: Winzerkind, Autor, Publizist

4

Donnerstag, 17. Juni 2010, 17:07

Meine übelste "Zugabe" war einmal ein Designer-Spucknapf von einem "wilden Winzer". Der eine Wilde mit dem vielen Gel in den noch wilderen Haaren und den Streifenhemden. Das stahlgebürstete Spuckbehältnis war am Rand mit blauen LEDs, die im Minutentakt an- und abschwellend leuchteten. Gab´s bei 10 Kartons obendrauf. Den Napf, nicht das Gel :whistling:

Apropos Design: Scheint heutzutage bei manchen Luftnummern ja irgendwie obsolet zu sein: Designer-Weine, Designer-Etiketten, Designer-Weingüter... nicht zu vergessen Designer-Trauben ala Albadingsda und Aco-Lakritz... brrrr!

zetert der DOC
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken

mhr

Schorletrinker

Beiträge: 3

Beruf: Später Jungwinzer

5

Mittwoch, 7. Juli 2010, 11:29

"Winzer und ihre Frisuren"

Doc

Weintrinker

Beiträge: 48

Beruf: Winzerkind, Autor, Publizist

6

Donnerstag, 8. Juli 2010, 03:59

"Winzer und ihre Frisuren"

.. sind (bitte ausfüllen):

[ ] übler als das uckermarksche Merkel mit der Ausstrahlung einer autistischen Topfpflanze,
[ ] schlimmer als proseccoschlürfende EitTeitEi-Besucher mit Sozialpädagogen-SUV vor dem Wingert,
[ ] in Wirklichkeit Kritiker, die mit ihrem Geschreibsel nur die allzu offensichtlich inhaltliche Leere übertünchen,
[ ] Intoxikierte, retrograd peristaltische Genossenschafts-Kollegen *

-


* = Schnapsleichen
Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken