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Baden21

Schorletrinker

1

Freitag, 12. Februar 2010, 16:47

Probleme mit Longcap?

Anscheinend geben es noch nicht alle zu, aber ich höre immer wieder auch von Verschlussproblemen bei LongCaps.
Sind es nur die Korkvertreter die dieses Thema puschen?

Ich selbst bin noch nicht umgestiegen, habe als auch daher keine Erfahrungen.


Grüße aus Baden

2

Samstag, 13. Februar 2010, 15:03

wir benutzen seit 2005 BVS-VErschlüsse von Alcoa mit Zinn/Saran Scheibe quer durch alle Qualitäten. Bis jetzt noch keinerlei Probleme gehabt.

3

Montag, 15. Februar 2010, 00:04

Wir arbeiten auch seit etwa 2005 mit Stelvin, hatten seither schon das eine oder andere Problem, sind aber trotzdem sehr von dieser Verschlußart überzeugt. Der Schrauber selbst war nämlich nie schuld.

Wie wir lernen durften, ist der Anrollkopf mindestens so heikel, wie ein Korkschloß. Und wenn der nicht richtig eingestellt ist (was keine Hexerei darstellt, aber man muß halt wissen, worauf es ankommt), kann es wohl undichte Flaschen geben (vermute ich) und solche, die zwar dicht sind, bei denen der Schrauber beim Öffnen aber nicht an der Sollbruchstelle abreißt (wie ich selbst erfahren habe). In letzterem Fall konnte das Problem durch ein neuerliches Anrollen mit viel zusätzlicher Handarbeit nachträglich behoben werden.

Als wir tatsächlich einmal undichte Flaschen hatten, war weder der Schrauber, noch der Anroller schuld, sondern die Flasche. Wie wir mit Hilfe unseres Flaschenhändlers herausfinden konnten (ja, ja, Rückverfolgbarkeitsbestimmungen und -aufzeichnungen können auch ihr gutes haben :rolleyes: ), stammte eine unserer Paletten aus einer Charge, bei der ein Kontrollsensor im Glaswerk ausgefallen war. Deshalb waren auch Flaschen mit Unebenheiten an der Mündung dabei, die normalerweise gleich wieder eingeschmolzen werden. (Im Unterschied zum Kork kann der Schrauber Unregelmäßigkeiten im Glas kaum ausgleichen.)

Die betroffenen paar hundert Flaschen wurden übrigens anstandslos zum regulären Ab-Hof-Preis abgegolten - was mir bei einem Naturkork-Problem noch nie passiert ist...

4

Montag, 15. Februar 2010, 08:50

@blaufränkisch: vetropack? sowas passiert in D mit Wiegand und konsorten nämlich mit sicherheit nicht :-), ich meine die unbürokratische entschädigung :-)

5

Montag, 15. Februar 2010, 09:29

Nein, die betroffene Palette war aus Italien. Unser Händler hat bei den gängigsten Produkten seine eigenen Flaschenformen und läßt sie je nach Preis und Verfügbarkeit mal bei Vetropack und mal in Italien fertigen.
Ein Grund für die unbürokratische Entschädigung (der drei oder vier betroffenen Winzer) war sicherlich auch, negative Publicity in der Einführungsphase des Schraubers zu vermeiden. Unser Händler ist (fast) österreichweit tätig und auch Generalimporteur des Marktführers Stelvin. Er wird sicher entsprechend Druck auf seine Lieferanten gemacht haben...

Oenologe77

Schorletrinker

Beiträge: 45

Beruf: Oenologe

6

Freitag, 19. Februar 2010, 19:25

Wie wir lernen durften, ist der Anrollkopf mindestens so heikel, wie ein Korkschloß. Und wenn der nicht richtig eingestellt ist (was keine Hexerei darstellt, aber man muß halt wissen, worauf es ankommt), kann es wohl undichte Flaschen geben (vermute ich) und solche, die zwar dicht sind, bei denen der Schrauber beim Öffnen aber nicht an der Sollbruchstelle abreißt (wie ich selbst erfahren habe).


Da genau liegt wohl der Hund bei den meisten begraben. Ein BVS ist halt technisch ein klein wenig "anspruchsvoller" in der Handhabung als ein Korken. Aus eigener Erfahrung von der Produktionsseite kann ich nur gutes über Schrauber berichten. Ich würde auch bedenkenlos sämtliche Rotweine schrauben, sofern man den Weinausbau etwas anpasst.
Aus dem Kollegenkreis sowie von Kunden meines Arbeitgebers höre ich eigentlich auch kaum Klagen. Diejenigen die Umstellen, sind in der Regel danach begeistert, sofern anfänglich Handhabungsfehler zügig beseitigt werden. Mittlwerweile herrscht auch so viel Erfahrung bei den ganzen Lohnfüllern bei uns im Gebiet, das kaum noch technische Schwierigkeiten auftreten.