ich will ja nicht das die deutsche Weinwirtschaft nun umschwenkt und ihre Weine so produziert, aber manchmal wäre es eine tolle Herausforderung wieder sein Wissen, Erfahrung und mit dem Gefühl für den Most Wein machen zu können. Was derzeit in unseren Weinkellern abgeht ist doch nur noch gekühlter Mainstream der überall gleich fruchtig schmeckt. Sorry, ist doch so! Schorletrinker
Beruf: Oenologe
Amen.Was derzeit in unseren Weinkellern abgeht ist doch nur noch gekühlter Mainstream der überall gleich fruchtig schmeckt. Sorry, ist doch so!
Schwefel, die alte Diskussion. In USA werden Bioweine mit Schwefelfrei gleichgesetzt, egal was im Weinberg passiert. Lässt sich über die Freiheit von zugesetzter SO2 ein Naturwein definieren?In Frankreich gibt es inzwischen jede Menge "Naturweine" - darunter auch etliche, die bei der Weinbereitung ganz ohne Schwefel auskommen. Ein Vorreiter war Pierre Overnoy aus dem Jura - aber auch im Beaujolais finden sich zahlreiche Beispiele - und auch wenn ich es bedauerlich finde, dass einige Winzer dabei die Grundregel, dass ein Wein noch verkehrsfähig sein muss (also die zugelassenen Werte an flüchtiger Säure (acidité volatile) nicht überschreiten sollte) außer acht lassen und dann alle auftretenden Fehler auf eine zu hohe Lagetemperatur beim Kunden schieben (oder den Terroirbegriff strapazieren), so gibt es doch auch genug gelungene Beispiele.
Schorletrinker
Beruf: Oenologe
Ausführlich? Nein, dazu fehlt mir der technische Hintergrund.Schwefel, die alte Diskussion. In USA werden Bioweine mit Schwefelfrei gleichgesetzt, egal was im Weinberg passiert. Lässt sich über die Freiheit von zugesetzter SO2 ein Naturwein definieren?In Frankreich gibt es inzwischen jede Menge "Naturweine" - darunter auch etliche, die bei der Weinbereitung ganz ohne Schwefel auskommen. Ein Vorreiter war Pierre Overnoy aus dem Jura - aber auch im Beaujolais finden sich zahlreiche Beispiele - und auch wenn ich es bedauerlich finde, dass einige Winzer dabei die Grundregel, dass ein Wein noch verkehrsfähig sein muss (also die zugelassenen Werte an flüchtiger Säure (acidité volatile) nicht überschreiten sollte) außer acht lassen und dann alle auftretenden Fehler auf eine zu hohe Lagetemperatur beim Kunden schieben (oder den Terroirbegriff strapazieren), so gibt es doch auch genug gelungene Beispiele.
Mal eine Gegenfrage:
Warum sollen die im Wein vorkommenden Schwefelverbindungen schädlich sein? Bisher konnte mir keiner diese Frage beantworten. Gibt es vielleicht hier jemanden, der das mal ausfühlich erläutern kann?

Ich habe dazu einmal folgende Version gehört (ohne wirklich beurteilen zu können, ob und wieviel da dran ist):
Zitat
Gerade im Biobereich wird im Moment darüber diskutiert, da die Novelliereung der EG Bio Verordnung ansteht. Alle reden von Reduzierung, aber keiner weiß warum. Gibt es vielleicht hier jemanden, der das mal ausfühlich erläutern kann?
Schorletrinker
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